La belle alliance

Situation/Aktion

Hauptprojekt Raumstrategien
Sommersemester 2010 / 2011

Situation – Aktion
Maren Strack/Frederic Schröder/ Stephan Mörsch

Das Semesterprojekt „Situation/Aktion“ erweitert das Arbeitsfeld der künstlerischen Rauminterpretationen des letzten Semesters (Innenraum, Gebäude) um den städtischen Außenraum.
Der Mehringplatz (Kreuzberg) am südlichen Ende der Friedrichstraße dient dabei als Ausgangs- und Bezugspunkt, um die vielfältigen Interessen und Bedürfnisse zu erkunden, die sich im städtischen Raum kreuzen und überlagern. Die Studierenden gehen von der speziellen Situation des Platzes aus, das heißt, alle Arbeiten bauen auf einer grundlegenden Beschäftigung mit den ästhetischen, sozialen und räumlichen Gegebenheiten vor Ort auf. Ziel der künstlerisch, forschenden Projektarbeit ist es, die wesentlichen Merkmale des Platzes zu bestimmen, sie gestalterisch sichtbar zu machen und die gewohnten Perspektiven aufzubrechen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Interaktion mit den Bewohnern und Nutzern des Platzes sowie den verschiedenen kulturellen, sozialen und politischen Akteuren im Quartier.
Der Projekttitel „Situation/Aktion“ verweist auf den ambivalenten Charakter der ortspezifischen künstlerischen Arbeit, bei der die eigenen Wahrnehmungen und Interessen immer im Kontext der vorgefundenen Situation zu betrachten sind. „Situation“ ist das Vorgefundene aber auch jede spontane Entdeckung oder Abweichung, die beobachtet oder selbst erzeugt wird. Ausgehend von der Situierung des eigenen Körpers werden anhand performativer und medialer Annäherungen Handlungsstrategien entwickelt, die den Ort, seine Potentiale und Widerstände, in Form von Interventionen und Installationen sichtbar machen.

Das Projekt dient darüber hinaus als Übung für kooperatives Arbeiten.
Die Arbeitsgruppen können auch am Projekt des 3. Semesters in gleicher Konstellation arbeiten.

 

SPINNE by Yiannis Pappas

 

PHOTO AKTIONS by Yiannis Pappas and Thiago Bortolozzo

 

THE NAKED CITY by Felix Stumpf

Die Installation
 besteht aus fünf alten ostberliner gartenstadt gefundenen alten fenstern in deren glas mit einem diamantenschleifer die signifikante architektur der wohnblocks in der südlichen friedrichstadt eingraviert wurden. diese haben beim beleuchten mit einem diaprojektor eine ähnliche wirkung wie große dianegative. eine besondere zeichnerische räumlichkeit entsteht. spuren von bewohnern fehlen. die zeichnungen fokussieren sich auf die typische bausubstanz und auf die durch ein “derivé” (taktik des umherschweifens der “situationistischen internationale”) enstehenden architektonischen räume.