MAPPING: SPACE AND ACTION

TRIALOG-Jahrestagung ‚Mapping Space and Action‘

Freitag, 1. Dezember 2017, 9:00-18:00 Uhr
weißensee kunsthochschule berlin, Bühringstraße 20, 13086 Berlin

Mappings sind seit nun mehr als einem Jahrzehnt ein anerkanntes Instrument der Forschung, Analyse und Diffusion von Experten- sowie Alltagswissen in den Planungs- und Sozialwissenschaften. Als interdisziplinäre und durchaus künstlerisch zu interpretierende Methode der Auseinandersetzung mit dem Paradigma des Raums—von breit gespannten Zusammenhängen im Globalen bis zu kleingliedrigen Verhaltens- und Bewegungsmustern im Lokalen—haben sie Begriff und Praxis von Kartographie ausgedehnt und genießen zunehmende Popularität weit über den Wissenschaftsbetrieb hinaus.

Dabei wird „Mapping von unten“ bzw. „Community Mapping“ ein besonderer Stellenwert zugeschrieben, ob in formalen Prozessen der Nachbarschafts-, Stadt-, Landschafts- und gar Raumplanung (hier wird von Partizipation bzw. partizipatorischen Momenten gesprochen) oder in radikaleren Prozessen der Selbstorganisierung und -bestimmung von Bewohner_innen. Zugleich fordern Künstler_innen, die auf Kartierungsmethoden zurückgreifen, einseitige Lektüren und festgelegte Nutzungen heraus. Fragestellungen der Konferenz sind u.a

Wann sind (welche) Mappings sinnvolle Instrumente der Forschung?
Was zeigen sie, und was zeigen sie nicht?
Inwiefern helfen diese Visualisierungen dabei, Aufklärung und Mitbestimmung zu stärken?
Sollte in einer visuellen, ja hyperrealen Welt der Simulacra (Jean Baudrillard) der Anspruch der Information, der an Karten und Mappings immer noch haftet, endgültig aufgegeben werden?
Welche Vorteile bieten radikal subjektive, dennoch informierte Darstellungsformen?

Vorläufiges Tagungsprogramm:

9:00      Registrierung

9:30      Grußworte: Leonie Baumann (khb); Kosta Mathey (TRIALOG)

10:00     Thematischer Einstieg: Günter Nest (khb, Master-Studiengang Raumstrategien)
und Klaus Teschner (TRIALOG)

10:30     Rossana Poblet: Mapping to reduce urban risk

11:00     Bilge Kobaş, Elif Ensari Sucuoğlu und Can Sucuoğlu: Webscraping and location mining
– for a better understanding of urban structure, potentials and problems

11:30     Diskussion

12:15     Mittagspause

13:30     kollektiv orangotango: This is Not an Atlas

14:00     Moritz Ahlert: Die Vermessenheit von Google-Maps
– Künstlerische Kartierungsprojekte aus Berlin und Mexiko

14:30     Diskussion

15:15     Kaffeepause

15:45     Diana Lucas-Drogan: Counter-Mappings: Performativ-involvierende Mappingpraxis im
Bereich der Kunst und Architektur

16:15     Elise Olmedo: Textile cartography.
A crossover between research and creation for the practice of geography

16:45     Elisa T. Bertuzzo: Maps on the move

17:15     Diskussion

18:15     Umtrunk

Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang „Raumstrategien“ in der weißensee kunsthochschule berlin statt und wird von der Mart-Stam-Gesellschaft und dem Habitat Forum Berlin unterstützt.