We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt

Am 8. 5. 2014, 15 Uhr stellt die Kuratorin Rose Epple das Projekt „we-traders. tausche krise gegen stadt.“ an der KHB Weißensee im Rahmen des Masterprogramms Raumstragien vor. Es sollen Möglichkeiten diskutiert werden sich mit einem Projekt bei we-traders in Berlin (Juli/August 2914) zu beteiligen.

Das Projekt We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt vernetzt Initiativen von Künstlern, Designern, Aktivisten und vieler anderer Bürger aus fünf spezifischen europäischen Kontexten. In Lissabon, Madrid, Toulouse, Turin und Berlin zeigt die Krise unterschiedliche Gesichter, von leeren Kassen und sozialer Polarisierung bis zu einer schwachen Zivilgesellschaft durch exzessives Wachstum. We-Trades sind in diesen Krisenzeiten besonders interessant, weil Mitbestimmung hier zur Mitgestaltung wird. We-Traders erhöhen die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, denn wer aktiv in Entwicklung, Produktion und Tausch involviert ist, trägt Sorge für die Dinge.

Angelika Fitz und Rose Epple, Kuratorinnen

Was ist ein We-Trade?
#1 We-Trades sind Initiativen, die neue Formen des Austausch untersuchen.
#2 We-Trades lösen das Konsumenten-Produzenten-Polarität auf.
#3 We-Trades kreieren Mehrwert jenseits von finanziellem Profit.
#4 We-Trades justieren die Beziehung zwischen Wert, Profit und Gemeingut neu.
#5 We-Trades zeigen einen spielerischen und formwandlerischen Umgang mit ökonomischen Regeln und Strukturen auf.
#6 We-Trades bewirken spürbare kurzfristige Veränderungen in ihrem unmittelbaren städtischen Umfeld.
#7 We-Trades führen neue Akteure ins urbane Feld ein und zeigen Alternativen zu top-down-Stadtplanung auf.
#8 We-Trading markiert den Übergang vom gemeinsamen Entschluß zur gemeinsamen Autorschaft.
#9 JedE kann ein We-Trader sein!

See: http://www.goethe.de/ins/be/prj/wet/deindex.htm?wt_sc=wetraders

The project “We-Traders. Swapping Crisis for City” connects initiatives by artists, designers, activists and many other citizens from distinct urban contexts across five European countries. In Lisbon, Madrid, Turin, Toulouse and Berlin the current crisis manifests different facets from empty coffers and social polarisation to a lack of civic sense as a result of excessive growth.In times of such crisis We-Trading is particularly interesting because co-determination becomes co-authoring. We-Trade increases ecological, economic and social sustainability. Any citizen who is actively involved in development, production and exchange will also assume responsibility for the outcome.

The project “We-Traders. Swapping Crisis for City” creates a knowledge and production platform for current and future We-Traders. Which initiatives worked well in one context? What were the likely causes of success? Can such elements be replicated elsewhere? How does the relation between private initiative and public bodies work out in different contexts? By not only focusing the projects but also the people behind them, namely the “We-Traders”, the direct exchange of experiences is greatly facilitated.

Angelika Fitz und Rose Epple, curators